• Pro Center Chris Schill
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Karpathos, der Meltemi bläst schon bei Sonnenaufgang

Der schönste Tagesbeginn eines Surfers.

Es wird gerade hell und die Sonne geht auf. Kein Wecker klingelt, hier pfeift der Wind einen wach. Lukas Schill steht auf, es bleiben ihm noch gut zwei Stunden zum Surfen bis der private Schulunterricht um 9.00 Uhr beginnt. In den frühen Morgenstunden bläst der Meltemi schon ganz gut auf Karpathos.

Lukas zieht schnell seinen Shorty an und geht zur Surfstation runter. Sein Vater sitzt heute schon im Büro am Computer und öffnet ihm das Stationstor. Lukas richtet sich sein Segel (meistens 3.0 qm) und sein kleines Board (34 liter) her. Schon geht’s ab aufs Wasser bei schönen 6 bis 7 Bft. Noch ist die Paradise Bay leer und Lukas springt schon durch die Bucht...….

Knapp zwei Stunden später ist der Surf-Spass für ihn vorbei, die Station wird geöffnet und Lukas beeilt sich, um noch kurz vor dem Lernen frühstücken zu können. Jetzt kann er – wenn es vom Wind her passt – erst am späten Nachmittag wieder aufs Wasser….

 

Wie alles begann:

 

1993 eröffnete Chris Schill auf Karpathos  das heutige Pro Center in der Paradise Bay. Lukas wurde 1999 geboren und wuchs mit Surfbrettern, Segel, Wasser und Strand in Griechenland auf. Damals verbrachte die Familie (Mutter, Vater, Lukas und seine jüngere Schwester) die meiste Zeit auf Karpathos und nur wenige Wochen in Deutschland. Saisonbedingt sind die Pro Center auf Karpathos von April bis Oktober geöffnet. Lukas ging auf Karpathos 4 Jahre lang in den Kindergarten und spricht deshalb auch recht gut griechisch.

Mit fünf war noch paddeln auf dem Board angesagt, später mit 7 packte ihn dann endgültig der Surfvirus. In der stehtiefen Lagune machte Lukas die ersten Surfversuche mit Kinderrigg und weichem Softboard. Der Wind kommt schräg ablandig und immer wieder zog er sein Board und Segel zurück in den Stehbereich. Inzwischen war Lukas in Deutschland eingeschult worden. Aufgrund des Berufes der Eltern, wurde Lukas von den Pfingstferien bis nach den Sommerferien von der Schule in Deutschland freigestellt. Natürlich musste er den Unterrichtsstoff auf Karpathos lernen, damit er im Herbst wieder den Anschluss in der Schule fand. Dafür blieb ihm am Nachmittag viel Zeit, um zu Surfen. Der Wasserstart klappte ziemlich schnell und von da an konnte er in der Paradise Bay auf dem offenen Meer surfen. Dann ging es step für step weiter.  Inzwischen ist Lukas schon 11 Jahre alt und seine Surf-Ziele werden höher.

Durch den jährlich statt findenden Speedworld Cup am Pro Center Chris Schill lernte Lukas viele „Surf-Pros“ aus der Szene kennen und will unbedingt in kürzester Zeit selbst am Event teilnehmen. Als er dann im Sommer 2010 den World Cup Fahrer und Shaper von F2, Daniel Aeberli kennenlernte und mit ihm gemeinsam auf der anderen Inselseite in der Welle surfte, gibt es kein zurück mehr für ihn.

Noch im Sommer 2010 bekommt er, ganz kleine, extra für sein 34 Liter Brett passende Finnen von Choco Fins und hat endlich die richtige Abstimmung für sein Board gefunden.

Mittlerweile hat auch F2 Lukas entdeckt und fördern ihn so gut es geht, um ihm die Möglichkeit zu geben, mit perfekt abgestimmten Material noch mehr Spass zu haben.

Somit ist Lukas ready für 2011...ein kleines 40 Liter Board ist schon bei F2 Shaper Daniel Aeberli in Planung und auch die neuen F2 Segel werden im Frühling fertig sein...

Sind wir mal gespannt,  was für Tricks er in der Paradise Bay 2011 damit lernen kann…..

 

Interview mit F2 Shaper Daniel Aeberli:


 Dani:

 

Bist du ready für den nächsten Sommer auf Karpathos?

 

Lukas:

Danke erst mal an F2 und Choco Fins, dass sie mich mit  auf mein Köpergewicht passendes top Material ausstatten. Das motiviert wahnsinnig ...und ich kann es kaum erwarten meine

erste Session 2011 damit zu rippen...

Dani:

Was für Manöver fährst du schon?

Lukas:

Powerhalse, Schnelle Wende,  Backwindjibe, Bodydrag, Gecko, und Duckjibe….

Am liebsten ist mir momentan aber voll angepowered bei 7+ Bft übers Wasser zu heizen und zu springen.

Dani:

Kannst du den Loop schon?

Lukas:

Mich hat es schon so oft bei Loop Versuchen im Flachwasser nach vorne geschleudert, dass ich es schon gar nicht mehr zählen kann. Mein Problem ist mit meinen 33 kg und meiner kleinen Körpergröße, dass ich immer mit dem für mich verhältnismäßig großen Rigg im Wasser hängen bleibe. 2011 bin ich körperlich größer und kräftiger und werde mich gnadenlos mit den neuen F2 Segeln rotieren.

Dani:

Wie sieht es mit der Schule bei dir aus?

Lukas:

Ich bin in der 6ten Klasse Realschule und meine schlechtesten Noten im Zeugnis waren dreier. Momentan bin ich viel am lernen und habe meine Noten sogar noch verbessert. Im Sommer auf Karpathos werde ich wieder eine privat Lehrerin haben, was mir sehr viel bringt und ich meine schulischen Leistungen dadurch gut halten kann.

Dani:

Du siehst also kein Problem Schule in Deutschland und Windsurfsport in Griechenland und anderen Ländern zu verbinden?

Lukas:

Nein, solange meine Noten so bleiben wie sie jetzt sind nicht und dafür sorge ich mit viel Lerneinsatz. Denn ohne Strand, Wind und Wasser kann ich mir mein Leben schlecht vorstellen,  dass habe ich vermutlich irgendwie von meinem Vater geerbt…. J

Dani:

Viel Glück und Fun für dein 2011

 
Sponsoren
Pro Center F2 Choco Fins